Gut zu wissen

IT-Know-how kompakt

Man muss nicht alles wissen. Doch man muss wissen, wo man’s nachschlägt. In diesem Sinne: Herzlich willkommen in unserem IT-Brevier.

Strich-Codes

Folgende Strichcode-Familien haben sich in der Praxis durchgesetzt:

Code 2/5 Interleaved mit ausschließlich numerischen Werten für Materialfluss und innerbetriebliche Logistik.

Code 39 umfasst Ziffern, Großbuchstaben und Sonderzeichen. Anwendung: Warenbegleitpapiere, Pharma- und Automobilbranche.

EAN8/EAN13 sind Standard im Konsumgüterbereich – mit Produktionsland, Hersteller und individueller Produktnummer.

Code 128 kann den gesamten ASCII-Zeichensatz darstellen, Anwendung: Logistik.

EAN 128 bevorzugt für die Großhandelslogistik, mit relevanten Informationen wie Gewicht, Herstellungs- und Mindesthaltbarkeitsdatum etc.

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2D-Codes

Gegenüber dem Strichcode (1D-Code, X-Achse) nutzen 2D-Codes zusätzlich die Y-Achse.

Stapelcodes (z.B. PDF417, Code 49) aus mehreren Strichcodes, verbunden und abgesichert über Zeilennummern und Prüfziffern. Vorteil: Identifizierung mit herkömmlichen, zeilenorientierten Lesetechniken.

Matrixcodes (z.B. DataMatrix, QR Code) können umfangreiche Inhalte darstellen und verfügen über implementierte Sicherheitsalgorithmen.

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Lesetechniken

Lasertechnik. Die Code-Striche reflektieren das Laserlicht weniger als die Lücken, lassen sich in einen elektrischen Impulszug umwandeln und durch den Decoder auswerten.

CCD-Technik. CCD-Leser basieren auf Kamera-Technik. Sie bestehen aus CCD-Zeilen und einem Objektiv. Eine CCD-Zeile setzt sich aus mehreren Photodioden zusammen, belichtete Photodioden entsprechen den Code-Lücken und unbelichtete den Code-Strichen.

Kameratechnik. Basiert i.d.R. auf einem CCD- oder CMOS-Element mit dem Unterschied, dass nicht nur Zeilen, sondern eine Matrix ausgewertet wird.

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Datenfunk

433 MHz Schmalbandfunk arbeitet im gebührenfreien 433 MHz-ISM-Band, Brutto-Datenübertragungsrate: 9.600-19.200 Bit/s, Funkleistung: ca. 10 mW, Reichweite: bis 50 Meter.

450-470 MHz Schmalbandfunk. Zulassungs- und gebührenpflichtig. Brutto-Datenübertragungsrate 9.600-19.200 Bit/s, Funkleistung: 1 Watt. Vorteile: hohe Flächenabdeckung und weniger Störanfälligkeit durch individuelle Frequenzen und Funkleistungen.

GSM/GPRS. GSM ist ein volldigitaler Mobilfunknetz-Standard überwiegend für Telefonie, leitungs- und paketvermittelte Datenübertragung und Kurzmitteilungen. GPRS ist eine Erweiterung um paketorientierte Datenübertragung.

Bluetooth. Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1 für die drahtlose Vernetzung von Geräten über Distanzen von 1 bis 100 Meter.

Wireless LAN (WLAN) ist ein „drahtloses” lokales Funknetz. Durch hohe Datenübertragungsraten bietet WLAN gegenüber der Schmalbandfunktechnik flexiblere und erweiterte Einsatzmöglichkeiten.

RFID (Radiofrequenztechnik zu Identifikationszwecken) ermöglicht die Erkennung, Steuerung und Verfolgung von Waren und Objekte über die gesamte Wertschöpfungskette. Vorteile gegenüber Strichcodes: Hohe Zuverlässigkeit, auch bei extremen Umwelteinflüssen, kein Sichtkontakt mit dem Lesegerät erforderlich, hohe Speicherkapazität und gleichzeitige Erfassung mehrerer Datenträger.

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Datenerfassung

Mechanische Konstruktion an spezifische Umgebungsanforderungen. Flexibles und individuelles Engineering für kundenspezifische Anpassungen auf Basis bestehender Gerätereihen oder für komplette IPC-Neuentwicklungen – sowohl auf der technischen Ebene als auch bei der Gehäuseauslegung.

Spannungsversorgung - mobil und stationär. Mobile Arbeitsplätze mit USV- und WLAN-Anbindungen dienen der Optimierung von Arbeitsabläufen, der Verkürzung von Wegstrecken sowie dem schnellen Zugriff auf übergeordnete Datensysteme.

Board Technologie. Die Vorteile von kundenspezifischen SBC (SingleBoardComputer): Höchste Integration aller zentralen Geräteeigenschaften, geringe Anzahl von externen Komponenten, geringere Verkabelung.

Touchscreen. Touchscreens bzw. Sensorbildschirme steuern durch Berührung mit Finger oder Zeigestift einen Computer. Multi-Touchscreens können mehrere gleichzeitige Berührungen zu Befehlen verarbeiten.

Ausgabe über LCD. LCD-Bildschirme (Liquid Cristal Displays) beruhen auf Flüssigkristallen, lassen sich extrem flach konstruieren und verbrauchen nur wenig Energie. Anwendung: vor allem bei ThinClients.

Netzwerktechnik. Mit einer komfortablen Steuerung, die auf dem lokalen Gerät oder einer Management-Konsole zur zentralen Administration mehrerer Geräte installiert werden kann. Das zentrale Backend ermöglicht eine standardisierte Kommunikation zur überwachung, Fernkonfiguration und Fehlerbenachrichtigung der Netzwerkkomponenten.

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Logistik / Leitsysteme

Warehousemanagement. Lagerverwaltungsysteme (LVS) (engl. Warehousemanagementsystems WMS) sind softwarebasierte Systeme für die unternehmerische Verwaltung von Warenlagern und Distributionszentren. Dabei werden nicht nur die Lagerposition von Artikeln in Hochregallagern, Kleinbehälterlagern oder Handlagern verwaltet, sondern alle Logistikprozesse, vom Wareneingang über die Kommissionierung bis hin zum Versand abgedeckt (Bestellung, Zulieferung, Lieferscheindruck, Artikelstammpflege, Disposition im Lager für den Versand, usw.).

Materialflusssteuerung. Als innerbetrieblicher Materialfluss werden alle in einem Unternehmen durchgeführten Warenbewegungen bezeichnet. Dazu zählen Prozesse des Wareneingangs, Einlagerungen, Umlagerungen, Auslagerungen und Versand. Finden diese Transporte automatisiert statt, koordiniert eine Materialflusssteuerung (MFS) die Abläufe. Die MFS kommuniziert mit den unterlagerten Steuerungen der Transportanlagen (Rollenbahnen, Hubwagen, Querverschiebewagen, Sorter, RBG, usw.) und sorgt für optimale Wegfindung mit intelligentem Staumanagement.

Visualisierungssysteme. Visualisierungssysteme präsentieren Daten in grafischer und verständlicher Form. Der Benutzer kann sich an Hand einer grafischen Darstellung der Prozesse bzw. Transporte orientieren, Abläufe überwachen oder direkt in die Abläufe eingreifen. Ziel ist eine intuitive Bedienung der Anlagen und eine damit verbundene Reduzierung des Schulungsaufwandes.

Produktionslogistik. Die Produktionslogistik stellt das Bindeglied zwischen Beschaffungs- und Distributionslogistik dar. Softwarebausteine sorgen für die korrekte Bereitstellung (Ort, Zeitpunkt, Sequenz, usw.) von Produktionsaufträgen und Produktionsparametern unterschieldiche Fertigungszellen. Ein BDE System überwacht die Abläufe, speichert Prozess- und Betriebsdaten und ermöglicht eine konstante automatisierte Qualitätskontrolle.

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